letzte Hundewanderung 2025
Heute, am 7. Dezember 2025, stand unsere letzte große Hundewanderung dieses Jahres an – und sie war einfach perfekt. Schon beim Aussteigen lag dieser typische Dezemberduft in der Luft: feuchte Erde, nasses Laub, kalter Wind, der von weitem nach Wald und Freiheit roch. Kein Schnee, aber dafür Matsch, so viel Matsch, dass wir Hunde uns kaum halten konnten vor Freude.
Sobald wir losliefen, verwandelte sich der Weg in unsere persönliche Spielwiese. Die Menschen sagten später, wir seien gute sieben Kilometer unterwegs gewesen – für uns war es ein einziger, rauschender Lauf voller Abenteuer. Und ja, wir wurden alle dreckig. Richtig dreckig. Unsere Beine, unsere Bäuche, bei manchen sogar die Ohren – aber niemand beschwerte sich. Im Gegenteil: Wir waren schmutzig, aber rundum zufrieden.
Mit dabei war die süße Collie-Hündin, elegant wie immer, jeder Matschspritzer stand ihr irgendwie. Ihre ältere Collie-Kollegin war auch dabei, aber eben in ihrem eigenen, gemütlichen Rententempo. Ich mag ihren ruhigen Blick – man spürt, dass sie schon viele Abenteuer erlebt hat.
Dann gab es die Pudel, bei denen am Ende eigentlich kein Kringel mehr sauber war, und die Mischlinge, die wie wild durch jedes Schlammloch tobten, das sie finden konnten. Eine bunte, fröhliche Mannschaft, jeder anders, aber alle mit derselben Lebensfreude in den Pfoten.
Und dann die neuen Hunde. Zwei oder drei kannte ich nicht, und sie rochen nach neuen Wegen und fremden Geschichten. Besonders beeindruckt hat mich die hübsche schwarze Hündin – unglaublich schnell, bildschön und mit einem Duft, der mir sofort in die Nase und dann direkt ins Herz ging. Ihr Lauf war so leicht, dass ich manchmal dachte, sie würde den Boden kaum berühren. Natürlich musste ich ihr hinterher.
Es wurde gerannt, geschnuppert, gebellt, gespielt – und zwischendurch hörte man die Menschen lachen. Sie rutschten durch den Matsch, riefen unsere Namen, lachten über unsere Eskapaden und schienen mindestens so viel Spaß zu haben wie wir.
Zum Abschluss gingen die Menschen noch beim Brecht einkehren. Einige Hunde durften mit hinein, andere blieben im Auto. Ich gehörte zur zweiten Gruppe – und ganz ehrlich, ich war so müde, dass ich schon schlief, bevor Jenny überhaupt die Tür richtig zugemacht hatte. Eingekuschelt im Autohimmel, voller Dreck, aber noch voller Abenteuer, dämmerte ich weg.
Später strich Jenny mir durchs Fell und sagte leise: „Was für ein toller Tag.“
Und selbst halb schlafend dachte ich: Stimmt. Besser hätte er nicht sein können.
Bis zum nächsten Mal
Euer Anko
(Text: Jenny Fischer)
